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Schulprogramm

Jede Schule erstellt unter Einarbeitung des Leitbildes und der Entwicklungs- und Arbeitsziele ihr individuelles Schulprogramm. Dieses dient als Arbeitspapier und zur Evaluation der geleisteten Arbeit. Am 11.12.2007 beschloss die Schulkonferenz der Grundschule Sonnewalde ihr Schulprogramm.

Schulprogramm der

“Grundschule Sonnewalde”

Sonnewalde

2017

 

Inhaltsverzeichnis:

 

1. Vorwort

 

2. Darstellung der Grundschule

2.1 Allgemeine Informationen

2.2 Gebäude und Ausstattung

2.3 Schullogo

2.4 Leitbild

 

3. Bildung und Erziehung in der Grundschule

3.1 Grundlegende Bildung

3.2 Ziel des Lernens: Handlungskompetenz

3.3 Standards

3.4 Gestaltung von Unterricht               

3.5 Inhalte

3.6 Leistungsermittlung, Leistungsbewertung und Dokumentation

3.7 Qualitätsentwicklung und -sicherung

 

4. Bildungsschwerpunkt

4.1 Individuelle Förderung

4.1.1 Binnendifferenzierung

4.1.2 Teilleistungsstörungen

4.1.3 Gemeinsamer Unterricht

4.1.4 Betreuung ausländischer Schüler

4.2 Leistungseinschätzung

4.2.1 Zensierung

4.2.2 Gutachten

 

5. Bildung und Erziehung im Schulleben

5.1 Selbständigkeit

5.2 Teamfähigkeit

5.3 Zuverlässigkeit

5.4 Kommunikationsfähigkeit

5.5 Schulgemeinschaft

5.6 Pflege von Traditionen

 

6. Zusammenarbeit und Mitwirkung

6.1 zusammenarbeit mit Eltern

6.1.1 Förderverein der Grundschule

6.2 Zusammenarbeit mit den Kitas

6.3 Zusammenarbeit mit dem Schulträger

6.4 Schulpartnerschaft

6.5 Zusammenarbeit mit weiteren Bildungsträgern und Organisationen

 

7. Öffentlichkeitsarbeit

 

8. Evaluation

 

9. Perspektiven

                                    

 

Anhang

 

Arbeitsplan der Grundschule Sonnewalde

Informationsbroschüre der Grundschule Sonnewalde

 

1. Vorwort

 

Aufgaben und Lerninhalte sowie sämtliche Ziele jeder Schule im Land Brandenburg sind im Grundgesetz der BRD, in der Landesverfassung, dem Schulgesetz und den Rahmenlehrplänen festgelegt.

Jede Schule hat jedoch darüber hinaus gewisse pädagogische Schwerpunkte und Konzepte für die Bildungs- und Erziehungsarbeit entwickelt. Diese werden bestimmt vom Standort der Schule, dem sozialen Umfeld, der Zusammensetzung des Kollegiums und den äußeren Bedingungen, die durch Schulaufsicht und Schulträger geschaffen werden. Dazu zählt insbesondere die personelle und sachliche Ausstattung. Durch die unterschiedlichen Rahmenbedingungen hat jede Schule ihr eigenes Profil, das sie mit Hilfe des Schulprogramms ständig weiter entwickelt.

Für die systematische Qualitätssicherung und -entwicklung von Bildung und Erziehung in der Einzelschule ist das Schulprogramm ein wichtiges Planungs- und Steuerungsinstrument. Das Schulprogramm dient der Dokumentation und Rechenschaftslegung, der von der Schule abgeleisteten Arbeit in einem vereinbarten Zeitraum. Es zielt auf Qualitätsverbesserung der Schule ab, dient der Selbstkontrolle und legt Entwicklungsziele fest.

Im Schuljahr 2005/2006 wurde durch die Lehrerkonferenz intensiv über die Notwendigkeit der Erarbeitung eines Schulprogrammes beraten und erste notwendige Inhalte zusammengestellt. Nach einer Erarbeitungs- und Gestaltungsphase durch das gesamte Kollegium wurde der erste Entwurf im August 2007 der Lehrerkonferenz und der Elternkonferenz vorgestellt. Nach Einarbeitung von weiteren Punkten und Vorschlägen wurde das Schulprogramm am 11.12.2007 beschlossen. Das Schulprogramm der Grundschule Sonnewalde versteht sich als dynamisches Element zur Gestaltung des Schullebens und wird so durch ständige Evaluation, Überarbeitung und Ergänzung einer stetigen Entwicklung unterzogen sein. Im Schuljahr 2012/13 sowie 2016/17 wurde das Programm überarbeitet.

Das Schulprogramm der Grundschule Sonnewalde ist das grundlegende Konzept der pädagogischen Zielvorstellungen und der Entwicklungsarbeit unserer Schule. Besondere Bedeutung wird dem projektorientierten Unterricht, der intensiven vorschulischen Eingangsphase, der Begegnung mit der englischen Sprache ab Klasse 1, der musischen Bildung im Rahmen des Projektes „ Klasse: Musik für Brandenburg“ sowie dem Einsatz neuer Medien im Unterricht beigemessen. Lehrerinnen und Lehrer arbeiten daran, Konzepte für die Bildungs- und Erziehungsarbeit weiter zu entwickeln und zu evaluieren. Die schulische Arbeit wird bestimmt von Zielen und Handlungskonzepten, welche die pädagogische Grundorientierung des Kollegiums widerspiegelt. Zugleich ist das Schulprogramm Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung aller Lehrerinnen und Lehrer und der Erziehungsberechtigten für unsere Schule. Das Schulprogramm dient somit der ständigen weiteren Entwicklung unserer Schule.

 

Carola Elsner

Schulleiterin  Grundschule Sonnewalde

 

2. Darstellung der Grundschule

  1.  

2.1 Allgemeine Informationen

Die Grundschule befindet sich in Sonnewalde, einer amtsfreien Stadt mit ca. 4000 Einwohnern. Zu Sonnewalde gehören die Ortsteile Birkwalde, Breitenau, Brenitz, Dabern, Friedersdorf, Goßmar, Großbahren, Großkrausnik, Kleinkrausnik, Möllendorf, Münchhausen, Ossak, Pahlsdorf, Pießig, Schönewalde, Sonnewalde und Zeckerin. An der Grundschule werden ca. 185 Schüler von 12 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet. Ein größerer Teil der Schüler erreicht die Schule über den Schülertransport mit dem Öffentlichen Nahverkehr Elbe – Elster.

Kollegium:

 

Anschrift:       Grundschule Sonnewalde

                     Schulstraße 4

                     03249 Sonnewalde

Telefon:         035323/60209

Telefax:         035323/61972

Internet:         www.grundschule-sonnewalde.de

E-Mail:          

Schulträger:   Stadt Sonnewalde

Schulleiterin:  Frau Carola Elsner

 

2.2 Gebäude, Ausstattung, Organisation

Die Grundschule verfügt über zwei Gebäude, die mit der Turnhalle und dem Schulhof ein geschlossenes Ensemble bilden. Eine umfassende Rekonstruktion des Komplexes erfolgte in den Jahren 2000 – 2007, sodass wir über sehr gute kindgerechte räumliche Bedingungen verfügen. Sämtliche Unterrichtsräume sind hell und freundlich gestaltet und mit schallschluckenden Decken versehen. Für die Fächer Deutsch, Biologie, Physik, Wirtschaft – Arbeit – Technik, Kunsterziehung und Musik stehen speziell ausgestattete Fachräume zur Verfügung, die allen fachlichen und sicherheitstechnischen Erfordernissen entsprechen. Die Musikfachräume werden vom Musikunterricht, vom Projekt „Klasse: Musik für Brandenburg“ und der Musikschule „Gebrüder Graun“ genutzt. Der Sportunterricht findet in zwei Turnhallen sowie auf einer Freisportfläche statt.

Der Einsatz von neuen Medien erfolgt teilweise in den Klassenräumen mittels einzelner PCs als auch im Telepräsenzraum mit 23 Tablet-Arbeitsplätzen. Kleine Konferenzen, Besprechungen und Elterngespräche finden in einem separaten Gesprächsraum statt. Die großzügig gestaltete Aula steht für Konferenzen, Projekte, feierliche Anlässe und Kulturveranstaltungen zur Verfügung. Als Beitrag zur Leseförderung dient die entsprechend den Ansprüchen unserer Schüler gestaltete Schulbibliothek. In ihr finden die Schüler eine Vielzahl von interessanten Büchern für alle Altersstufen zu sehr verschiedenen Wissens- und Interessengebieten. Die Flurbereiche laden mit ihren Sitz- und Ruhezonen zur entspannten Pausengestaltung ein und lassen Freiräume zur individuellen Unterrichtsgestaltung.

Schüler und Lehrer können ihr Mittagessen im Essenraum einnehmen. Das Mittagessen wird jeden Tag von der Küche Breitenau frisch gekocht und geliefert. Die Schülküche/Essenausgabe wurde grundsaniert und erstrahlt seit 2010 in neuem Glanz.

 Für alle Schüler besteht zum Frühstück die Möglichkeit, Milch in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ACE – Saft oder Eistee zu trinken. Der Schulhof wurde vor allem aus der Sicht einer bewegungsfreundlichen  Pausengestaltung erbaut. Durch eine Ballspielfläche, die Tischtennisplatte, die Ausgabe von Spiel- und Sportgeräten und aufgrund der Möglichkeit unter Aufsicht die Sportfreifläche sowie den Bolzplatz zu nutzen, tragen wir dem natürlichen Bewegungsdrang unserer Kinder Rechnung.  Sitzgelegenheiten im Grünen geben die Möglichkeit zur Entspannung.

Die Lernausgangslage und die sozialen Bedingungen der Schüler entsprechen weitestgehend den typischen Verhältnissen des ländlichen Raumes. Familienverbände über mehrere Generationen und eine miteinander verbundene Dorfgemeinschaft geben den meisten unserer Schüler optimale soziale Bedingungen. Ein intensives Einbringen der Elternhäuser ist gewünscht und ein Engagement der Grundschule im allgemeinen Leben der Stadt Sonnewalde selbstverständlicher Teil unserer Arbeit.

 

Klassenleiter / Raumaufteilung 2016/2017

Haus 1

 

Klasse, KL/ Bezeichnung

Raum

Klassenstärke

 

1b  Frau Waldau

  3

18

 

2a  Frau Bosdorf

  1(H)        

17

 

2b  Frau Zwickert

  2

16

 

      Teilungsraum

  4

 

 

1a  Frau Schumacher

  5(H)

18

 

5a  Frau Sandmann

  9 (H) ab 10/16

15

 

4a  Frau Lieske

10(H)

24

 

      Förderraum

  7

 

 

      Computerraum  

  6

 

 

      Deutschraum

11

 

 

5b  Frau Lehmann

  8

15

 

 

Haus 2

 

Klasse, KL/ Bezeichnung

Raum

Klassenstärke

 

       Kunstraum  

  3(H)

 

 

6a   Frau Haubitz

       Biologieraum

  6

17

 

6b   Frau Jähnig

  9(H)

17

 

       Physikraum

  8

 

 

      Musikraum

10

 

 

      Instrumentalraum

11

 

 

3a  Frau Wolf

  2 (H)

24

 

      WAT- Raum

  1

 

 

 

Verantwortlichkeiten/Zuständigkeiten

Bereich

verantwortlich

Ausgestaltung Haus

Frau Waldau,  Frau Bosdorf

Innere Sicherheit

Frau Lieske

Lehrerzimmer

nach Plan

LRS – Diagnostizierung und – Förderung

Frau Lehmann

Rechenschwäche

Frau Wolf

Schulbibliothek

Frau Sandmann

Schulbücher

Frau Waldau

Schuleingangsphase Verbindungslehrer KiTa

Frau Bosdorf

Stundenplanung/ Vertretung

Frau Haubitz/ Frau Elsner

Verkehrserziehung

Frau Jähnig

Kooperationsvertrag Agrargenossenschaft Zeckerin

Frau Haubitz, Frau Jähnig

Bläserklasse

Frau Meier, Frau Müller

 

Fachkonferenzen/ Fachkonferenzleiter

 

schulintern

überschulisch

Deutsch/Sachkunde

 Bosdorf, Elsner, Schumacher, Lehmann

---

Mathematik

Waldau, Meier, Lieske, Haubitz, Zwickert

---

Englisch

Jähnig, Sandmann

Jähnig

Physik

---

Meier

Biologie

---

Haubitz

WAT

---

Meier

Geschichte

---

Haubitz

Politische Bildung

---

Sandmann

Erdkunde

---

Haubitz

Kunst

Bosdorf, Waldau, Elsner

---

Musik

Wolf, Bosdorf, Zwickert, Meier

---

Sport

Lieske, Schumacher, Lehmann

---

 

 

 

2.3 Schullogo

 

Das Schullogo stellt die Buchstaben G & S, für GRUNDSCHULE SONNEWALDE, und die Wappen der Stadt Sonnewalde und des Landes Brandenburg dar. Es wurde freundlicherweise von Herrn Andrey Richter aus Finsterwalde für uns gestaltet. Das Logo wird auf dem Briefkopf der Schule, auf Beiträgen der Grundschule Sonnewalde und zur Kennzeichnung der Zugehörigkeit und Verbundenheit genutzt.

 

2.3.1. Leitbild

Entsprechend der Stellung  und der Bedeutung der Grundschule Sonnewalde in der Kommune, den Erwartungen des Umfeldes, den Bedingungen des ländlichen Raumes und den Wünschen der Elternschaft ist es die Leitidee, den Schülern der Grundschule Sonnewalde ein vielfältiges Bildungsangebot zu garantieren und einen wichtigen Bestandteil des kommunalen Lebens zu bilden.

 

 

„Mit Kreativität und Vielfalt für die Bildung unserer Schüler und für das Leben in unserer Region“

 

3 Bildung und Erziehung in der Grundschule

3.1             Grundlegende Bildung

Mit dem Eintritt in die Grundschule beginnt für die Schülerinnen und Schüler ein Lebensabschnitt, mit dem ein neuer Status erworben wird und sich die sozialen Bezüge erweitern.

Aus der Vorschulzeit bringen die Schülerinnen und Schüler vielfältige Erwartungen, Einstellungen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse mit. In der Grundschule sollen sie mit anderen zusammen lernen. Dabei wird an ihr vorhandenes Weltverstehen angeknüpft und ihr Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit gestärkt. Sie entwickeln dabei ihre Individualität weiter. In diesem Prozess unterstützt sie die Schule bei der Erhaltung bzw. Herausbildung eines positiven Selbstwertgefühls und eines Selbstkonzepts. Dazu bedarf es auch der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Elternhaus. Die Grundschule hat den Auftrag, alle Schülerinnen und Schüler umfassend zu fördern. Besondere Begabungen müssen erkannt und gefördert, Benachteiligungen ausgeglichen werden. Im Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen Lernausgangslagen und Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler gilt es, ihre Verschiedenheit anzunehmen und durch Differenzierung im Unterricht jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler in ihrer bzw. in seiner Lernentwicklung individuell zu fördern. Dazu gehört auch, die Mädchen und Jungen in ihrer unterschiedlichen Individualität zu stärken, ihre Unterschiede im Lernen zu berücksichtigen sowie gleichzeitig tradierte Rollenfestlegungen zu öffnen.

Erfolgreiches Lernen wird durch vielfältige Unterrichtsformen unterstützt. Schülerinnen und Schüler lernen verschiedene Lern- und Arbeitsformen kennen, in denen sie allein und auch mit anderen gemeinsam lernen können. Grundschule hat die Aufgabe, sowohl die Bildungsansprüche des Individuums an die Gesellschaft als auch die Bildungsansprüche der Gesellschaft an den Einzelnen zu realisieren. Grundlegende Bildung verbindet drei Aufgaben:

Stärkung der Persönlichkeit,

Anschlussfähigkeit und lebenslanges Lernen,

Mitbestimmungs- und Teilhabefähigkeit.

 

Der Erwerb grundlegender Bildung sichert die Fähigkeit zum weiterführenden und selbstmotivierten Lernen innerhalb und außerhalb von Schule. Sie zielt auf die Bewältigung und Gestaltung von Lebenssituationen. Grundlegende Bildung wird durch die lebensweltbezogene Auseinandersetzung mit den Inhalten der Fächer im Unterricht sowie in der Ausgestaltung des Schullebens realisiert. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich mit sich selbst und der sie umgebenden Welt und den gesellschaftlichen Schlüsselproblemen auseinander zu setzen. Zur grundlegenden Bildung gehören insbesondere:

  • Auseinandersetzung mit Grundfragen des menschlichen Zusammenlebens und das Anbahnen von Wertorientierungen,
  • Selbstregulation des Wissenserwerbs,
  • Fähigkeit und Bereitschaft zur Selbst- und Mitbestimmung sowie zum solidarischen Handeln,
  • Beherrschung der Standardsprache in Wort und Schrift,
  • Erwerb von Lesefähigkeit und Lesestrategien sowie sicherer Umgang mit Texten,
  • Kompetenz im Umgang mit fremden Sprachen,
  • Einführung in mathematische, natur- und sozialwissenschaftliche Interpretationsmuster der Welt,
  • Entwicklung und Erweiterung eines körperlich-motorischen Handlungsrepertoires,
  • Differenzierung ästhetischer Ausdrucks- und Gestaltungsformen,
  • reflektierte und produktive Nutzung von Medien und Gestaltung eigener Medienbeiträge.

 

 

Die Jahrgangsstufen 5 und 6 dienen in der sechsjährigen Grundschule der Differenzierung fachlichen Lernens sowie der Förderung und Orientierung für den weiteren Bildungsweg. Die beiden Jahrgangsstufen sind durch das Einsetzen des natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachunterrichts gekennzeichnet. In ihm werden die im Unterricht der Jahrgangsstufen 1 bis 4 erworbenen Kompetenzen aufgegriffen und weiterentwickelt. Der Fachunterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ist stärker an den Systematiken der Fachdisziplinen orientiert und bereitet auf das Weiterlernen in den Schulen der Sekundarstufe vor. Differenzierende Maßnahmen im Unterricht tragen zur Förderung von Begabungen sowie zum Ausgleich unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen bei. Die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und weiterführenden Schulen erleichtert den Schülerinnen und Schülern den Übergang.

 

 

3.2 Ziel des Lernens: Handlungskompetenz

 

Ziele für die Grundschule lassen sich nur von der Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit der Schülerin und des Schülers her bestimmen. Dieses Bildungsverständnis rückt die Entwicklung von Kompetenzen in den Vordergrund. Die Rahmenlehrpläne folgen einem an Entwicklung von Handlungskompetenz orientierten Lernansatz.

Ausgangspunkte sind dabei

die individuelle Persönlichkeitsentwicklung,

die gesellschaftlichen Anforderungen an das Individuum und

die Ziele und Inhalte fachlicher Bildung.

 

Damit verbunden ist eine erweiterte Sicht auf Inhalte, Methoden sowie Leistungsermittlung und Leistungsbewertung.

An unserer Grundschule vermitteln wir solides und anwendungsbereites Wissen und Können. Dabei nutzen wir die Erfahrungen und Kenntnisse der Kinder. Im fächerübergreifenden Lernen wollen wir unsere Schüler zu kreativen und flexiblen Problemlösungen anregen, ihre Fähigkeiten zum Argumentieren, Begründen und Überprüfen entwickeln. Als wichtigen Gesichtspunkt sehen wir die Entwicklung der Medienkompetenz, also der Fähigkeit, sicher, aber auch kritisch, mit den neuen Medien umzugehen.

Der Erwerb nachfolgend aufgeführter Kompetenzen ist stets an konkrete Inhalte gebunden:

 

Sachkompetenz: umfasst Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten (dazu gehört auch, Informationen zu erschließen, Wichtiges zu erkennen, Fachbegriffe einzusetzen, Zusammenhänge zu erkennen)

Methodenkompetenz: schließt fachbezogene und fachübergreifende Lernstrategien und Arbeitstechniken ein, (auch den Umgang mit Medien, erkennen und formulieren von Argumenten, Zeiteinteilung)

Soziale Kompetenz: Fähigkeit, Ziele im Einklang mit sich und mit anderen zu verfolgen (auf andere eingehen, Konflikte lösen, Regeln vereinbaren)

Personale Kompetenz: Gründet sich auf Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl, Zutrauen in eigene Stärken (Erkennen eigener Schwächen und Stärken, mit Misserfolgen leben, Erfolge genießen, Entscheidungen fällen, Handlungen planen)

 

3.3   Standards

Die Entwicklung von Kompetenzmodellen zur Beschreibung der Leistungserwartung an Schülerinnen und Schüler hat mit der Einführung der neuen Rahmenlehrpläne erst begonnen. Die formulierten Kompetenzbereiche und Leistungserwartungen müssen aufgrund der unterrichtlichen Erfahrungen und empirischen Untersuchungen regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Die Standards beschreiben die Kompetenzen, die Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Fach am Ende der Grundschulzeit erworben haben müssen, um ein erfolgreiches Weiterlernen zu sichern.

 

 

3.4 Gestaltung von Unterricht

 

Lernen ist ein selbstbestimmter Prozess mit dem Ziel, die Welt zu verstehen und in ihr zu handeln. Lernen ist sozial bedeutsam, es erfolgt im und durch das Miteinander. Um das selbstständige und soziale Lernen vorzubereiten, bauen wir auf die vorschulischen Erfahrungen der Kinder. Wir vermitteln fundiertes Wissen in einer auf die Individualität der Kinder und den Unterrichtsinhalt abgestimmte Balance zwischen offenen und strukturierten Formen des Lernens. Dabei sprechen wir alle Sinne an. Guter Unterricht ist bei uns durch eine klare Struktur und Methodenvielfalt gekennzeichnet. Er ist praxisorientiert und lebensnah. Die Schüler stehen im Mittelpunkt.

Welche Formen wenden wir an?

  • frontales Lernen mit gemeinsamen Ziel- und Handlungsvorgaben
  • offene Lernsituationen für individuelle Lernsequenzen mit Spielraum für Eigenverantwortlichkeit der Schüler
  • Partner-, Gruppen- und Stationsarbeit
  • Freiarbeit (Tages- und Wochenplan als Teil der Freiarbeit)
  • Klassengespräch, Diskussionen (sachliche Darstellung eigener Ansichten)
  • Projektarbeit
  • Vorträge, Präsentationen von Ergebnissen Sachunterrichtsthemen, Kunstarbeiten

 

 

 

3.5 Inhalte

 

Der Erwerb von Kompetenzen ist stets an Inhalte gebunden. Aus diesem Grund weisen die Rahmenlehrpläne Anforderungen und Inhalte bezogen auf Themenfelder aus. Diese Anforderungen sind für alle Schulen verbindlich. Über fakultative Inhalte entscheidet jede Schule eigenverantwortlich und berücksichtigt Themen, die für sie bedeutsam sind. Schwerpunkte für die Arbeiten unserer Schule sind:

 

Leseförderung:

Ein Hauptbestandteil der Sach- und Methodenkompetenz ist die Lesekompetenz. Deshalb ist sie ein wichtiger Bestandteil unserer Unterrichtsarbeit. Wir sehen ihre Entwicklung als einen Profilschwerpunkt unserer Arbeit in der Schule und in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus an.

 

Begegnungssprache:

Ab der Klassenstufe 1 beginnen die Schüler sich mit der ersten Fremdsprache vertraut zu machen. Wir bieten Englisch als Begegnungssprache in den Klassen 1 und 2 an.

 

Die Auseinandersetzung mit Grundfragen, die nicht einfach als Inhalte Unterrichtsfächern zuzuordnen sind, ist ebenfalls Bestandteil des schulischen Lernens. Fächerverbindende Unterrichtsthemen werden zur Freude unserer Schüler häufig in Form des Projektunterrichts bearbeitet, wobei fachspezifische Inhalte Berücksichtigung finden. Diese orientieren sich an Phänomenen der Natur und Grundproblemen der Gesellschaft, wie z.B. aus Umwelt und Technik, Fragen des Zusammenlebens, zur Verkehrserziehung sowie zur Gesundheit.

 

3.6  Leistungsermittlung, Leistungsbewertung und Dokumentation

 

Die Grundschule fördert durch regelmäßige Rückmeldungen zu Lernfortschritten und Leistungsentwicklungen die Lernbereitschaft einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers. Leistungsermittlung und -bewertung sollen die individuelle Lernentwicklung unterstützen, die Anstrengungsbereitschaft und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit stärken sowie die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung entwickeln. Darüber hinaus sind Leistungsermittlung und Leistungsbewertung Instrumente der Lernberatung und Lernförderung, indem sie die Lernhaltungen der Schülerinnen und Schüler stabilisieren, Hinweise auf den Umgang mit Fehlern und das Ausbilden von Lernstrategien geben. Leistungsermittlung dient der kontinuierlichen Rückmeldung für Lernende, Erziehungsberechtigte

und Lehrende. Sie ist eine Grundlage für die Beratung und Förderung der Schülerinnen und Schüler. Diese müssen Situationen der Leistungsermittlung deutlich unterscheidbar von Lernsituationen erleben. Die Kriterien für die Leistungsermittlung sind innerhalb der Schule abzustimmen und müssen für alle Beteiligten transparent sein. Rückmeldungen, etwa in Form von Lern-Beratungsgesprächen, dienen dem Ziel, die Lernbereitschaft der Einzelnen zu fördern, ihre Anstrengungsbereitschaft und das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit zu stärken sowie die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung zu entwickeln. Besonders nachhaltig können derartige Lern-Beratungsgespräche sein, wenn sie auf der Basis einer vorab getroffenen Zielvereinbarung zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und den Schülerinnen und Schülern erfolgen. Leistungsermittlung, Leistungsbewertung und Dokumentation sind auf alle Kompetenzen gerichtet und beziehen sich sowohl auf Prozesse als auch Produkte schulischen Lernens. Die Leistungen können in mündlicher, schriftlicher oder praktischer Form erbracht werden.

Die Leistungsbewertung erfolgt auf unterschiedliche Weise:

  • punktuell und kontinuierlich,
  • individuell und gruppenbezogen,
  • standardisiert und nicht standardisiert.

 

Leistungsbewertung durch Lehrerinnen und Lehrer bezeichnet die pädagogisch – fachliche Beurteilung der schulischen Leistung einer Schülerin bzw. eines Schülers. Sie ist an Kriterien gebunden, die sich aus dem Rahmenlehrplan, aus den Standards sowie aus Erlassen bzw. Verwaltungsvorschriften ergeben. Diese sind in schulinternen Festlegungen zu konkretisieren. Leistungen sind aber auch durch die Mitschülerinnen und Mitschüler zu bewerten, denn nur so können sie Formen der Fremdbewertung akzeptieren und erlernen. In besonderem Maße sind die Schülerinnen und Schüler in die Bewertung ihrer eigenen Arbeit einzubeziehen (Selbstbewertung), um ihnen die Verantwortung für ihre Lernprozesse und -ergebnisse bewusst zu machen und sie zu befähigen, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen und zu artikulieren. Um mit der Leistungsermittlung und -bewertung alle dem Rahmenlehrplan zugrunde liegenden Kompetenzen zu erfassen und den Schülerinnen und Schülern die Selbstbewertung zu ermöglichen, sind traditionelle Formen wie mündliche und schriftliche Kontrollen um weitere Instrumente zu ergänzen. Hierzu gehören z. B. Beobachtungsbogen, Lern-Begleithefte und Lern-Tagebücher, Interviews und Fragebogen, Sammelmappen und Portfolios, in denen jede Schülerin und jeder Schüler ihr bzw. sein Lernen reflektiert und die Lernfortschritte beurteilt.

 

 

3.7 Qualitätsentwicklung und -sicherung

 

Der schulische Qualitätsbegriff ist umfassend zu verstehen. Er bezieht sich auf alle Bereiche schulischer Arbeit, die Zusammenarbeit im Kollegium, die Schulkultur und das Schulleben, aber vor allem auf den Unterricht und die Förderung von Lernprozessen.

Unter Qualitätsentwicklung sind alle Tätigkeiten einer Schule zu verstehen, gute Schule zu werden oder den bereits erreichten Stand zu erhalten und zu verbessern.  Qualitätsentwicklung des Unterrichts erfolgt mit dem Ziel, die vorhandenen Lern- und Unterrichtskonzepte daraufhin zu überprüfen, inwieweit sie allen Schülerinnen und Schülern ein erfolgreiches Lernen in und nach der Grundschule gewährleisten.

Qualitätssicherung bezieht sich hingegen auf Maßnahmen der Schule, den erreichten Stand im Hinblick auf gesetzte Ziele mithilfe von Diagnose- und Prüfinstrumenten zu analysieren, zu bewerten und zu dokumentieren.

Schulinterne Bewertungen, pädagogische Diagnostik sowie Untersuchungen zur Lernausgangslage sind wesentliche Bestandteile der Qualitätssicherung und– entwicklung.
 

Schulinterne Evaluation unterstützt die Weiterentwicklung des Unterrichts. Sie ist ein Instrument, um den Erfolg und die Wirksamkeit der gemeinsamen Arbeit zu überprüfen.

Diagnostik ist ein Mittel zur Optimierung pädagogischer Arbeit. Sie ist als Maßnahme zu verstehen, die Lernentwicklung und -stände von Schülerinnen und Schülern in den Kompetenzbereichen zu ermitteln, zu analysieren und in individuelle Förderangebote münden zu lassen.

Untersuchungen zur Lernausgangslage, Orientierungs- bzw. Vergleichsarbeiten und Testverfahren ermöglichen den Schulen ein differenziertes Einordnen und eine Beurteilung der Ergebnisse ihrer schulischen Arbeit.

 

4  Bildungsschwerpunkte

Allgemeine Überlegungen

Nachdem in den vergangenen Jahren erfolgreich an der Schaffung eines gut funktionierenden Systems von verschiedenen Strukturen gearbeitet wurde, macht es sich nun erforderlich die Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten zu steigern und inhaltliche Ziele zu konkretisieren und durchzusetzen.  Verstärktes Augenmaß gilt der erzieherischen Komponente sowie der Sicherstellung eines qualifizierten Fachunterrichts.

 

Sprachliche Bildung

 

Wie in den letzten Jahren sind die  Vertiefung der sprachlichen Bildung und Erziehung  Schwerpunkt unserer Arbeit. Dazu dienen Schulkonzerte, Arbeitsgemeinschaften und Englisch als Begegnungssprache innerhalb der Schwerpunktstunden.

 

LER und Religionsunterricht

 

Die Eingliederung des Religionsunterrichtes in den Schulalltag ist durch konstruktive Zusammenarbeit mit Herrn Pfarrer Grapentin durch das gesamte Kollegium zu unterstützen und zu fördern.

Die Einführung des Faches LER und die Koordination mit dem Religionsunterricht erfolgte unter der Leitung der Kollegin S. Haubitz.

 

Vergleichsarbeiten

 

Die Durchführung der Vergleichsarbeiten Deutsch und Mathematik in Klasse 3 und 6 sowie Orientierungsarbeiten in 2 und 4 haben einen besonderen Stellenwert. Um den Entwicklungsverlauf unserer Schüler genau aufzeichnen zu können, erstellen wir individuelle Lernstandsanalysen in den Klassenstufen 1,3 und 5.  Diese werden im persönlichen Portfolio des Schülers zusammengefasst.

 

Elternarbeit

 

Schwerpunkte in der Elternarbeit bilden die Informationen zur Gestaltung der Unterrichtskonzepte.

Für die erzieherische Arbeit in der Schule, bei Klassenfesten, Schulfahrten und Kulturveranstaltungen setzen wir weiterhin auf eine kooperative Zusammenarbeit. Der Kontakt mit den Elternhäusern ist auszubauen und zu pflegen. Elternbesuche werden vor allem durch den Klassenleiter durchgeführt, um so die Akzeptanz von Schule zu festigen und die Informationsarbeit der Elternsprechtage zu ergänzen. Bei den Elternsprechtagen hat sich das System der Bedarfsermittlung und Terminvergabe bewährt und wird fortgeführt. Hier wird es einen Termin geben, der für das Gespräch mit dem Klassenleiter zur Verfügung steht. Des Weiteren ist einmal im Jahr das Gespräch mit allen Fachlehrern zu fördern.

 

Die Information der Schüler und Eltern zum Übergang in die Sekundarstufe 1 erfolgt in den Klassen 5 und 6 intensiv in Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen. Projekttage, Elterninformationen und die Möglichkeiten des PB–Unterrichtes werden genutzt, um den Schülern und deren Eltern die Entscheidung für den Schulwechsel zu erleichtern.

 

Schwerpunkte in der pädagogischen Arbeit bilden die genaue Beobachtung und Darstellung des Arbeits- und Sozialverhaltens. Die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens wird zusammen mit dem Zeugnis, entsprechend der neuen Verordnung, ausgegeben. In der täglichen pädagogischen Arbeit dient es der Gestaltung einer verbesserten Struktur zur Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten und Verhaltensstörungen.  Seminare im Rahmen der schulinternen Lehrerfortbildung stärken die Pädagogen im bewussten Umgang mit Problemen und  helfen in den Gremien bei Diskussionen und Problemlösungen.

 

Umgang mit Medien

 

Die Grundschüler werden im Unterricht systematisch und integrativ mit dem Computer arbeiten. Innerhalb des Förderunterrichtes ist die Einsatzmöglichkeit von Lernprogrammen zu prüfen. Die Beherrschung der Informationstechnologie wird in immer mehr Bereichen des beruflichen Lebens gefordert. Um einen sicheren und intuitiven Umgang mit dem Computer zu vermitteln, kann und muss schon im frühesten Schulalter damit begonnen werden. Die Schüler vertiefen in der Nutzung im Unterricht ihre Kenntnisse über den Umgang mit dem Computer.

 

Ziele der Computerschulung sind:

1. Heranführung an Hard- und Software

2. Ausbildung von Grundkenntnissen zum

    Betriebssystem und der Textverarbeitung

3. Nutzung von Lernsoftware zur  Motivation, Übung und Förderung

4. Verwendung von Informationen aus dem Internet im Fachunterricht

 

Leseförderung                                                 

 

Zur Förderung der Lesekompetenz und der Lesefreude sind mehrere Aktionen fester Bestandteil unseres Schullebens.

Der Vorlesewettbewerb ermittelt die besten Leser der Schule und den Teilnehmern für den Vorausscheid des Kreislesewettbewerbs.

Interessierte Schüler können in der Adventszeit an der Lesenacht teilnehmen.

Lesekisten in den Klassenräumen sowie unsere Bibliothek animieren zum Lesen oder werden zum differenzierten Arbeiten genutzt.

Der jährliche Welttag des Buches ist Anlass für Projekte verschiedener Art.

 

 

Naturwissenschaftliche Angebote

 

Die Durchführung der Schulmathematikolympiade und die Teilnahme der Sieger an der Kreismathematikolympiade und dem internationalen Wettbewerb „Känguru der Mathematik“ geben den Schülern Trainings- und Bewährungsmöglichkeiten im logischen und abstrakten Denken.

Im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik führen die Schülerinnen und Schüler einen „Stöbertag“ in Handwerk, Produktion und Industrie durch, um einen Einblick in den Arbeitsalltag und das Berufsleben zu bekommen.

 

 

Musisch- künstlerische Orientierung

 

Die günstigen personellen Bedingungen an unserer Schule, die enge Zusammenarbeit mit dem Spielmannszug  der Freiwilligen Feuerwehr Sonnewalde und das Gemeinschaftsprojekt  mit der Musikschule „Gebrüder Graun“ Finsterwalde sowie dem Landesmusikschulverband ermöglichen die Realisierung des Projektunterrichts „Klasse: Musik für Brandenburg“. Alle Kinder der Jahrgangsstufen 4 und 5 erhalten im Rahmen eines Tandemunterrichts  eine kostenfreie Ausbildung an  Blasinstrumenten, die ausreichend zur Verfügung stehen. Ziel ist es, bei allen Kindern das Interesse an der Musik und dem Musizieren zu wecken. Bereits nach kurzer Zeit beginnen die Kinder mit dem Orchesterspiel. Den absoluten Höhepunkt bildet in der 5. Klasse die Teilnahme am Bläserklassentreffen in Boitzenburg. Alle Bläserklassen des Landes Brandenburg treffen aufeinander, üben intensiv und zeigen ihr Können bei der großen Abschlussgala in Potsdam, zu der auch unsere Bildungs-, Kultur-, sowie Wissenschaftsminister begrüßt werden konnten. Dieses Projekt vermittelt aber nicht nur Kenntnisse im musischen Bereich, sondern entwickelt die Teamfähigkeit und trägt erheblich zur sozialen Kompetenzentwicklung bei.
 Aber auch das Weihnachtskonzert, der Talente-Tag, Kulturprogramme anlässlich der Schul- und Stadthöhepunkte zeigen das Können der jungen Künstler.
Auch die Musikschule „Gebrüder Graun“ bietet in den Räumlichkeiten der Schule den Instrumentalunterricht an Tasten-, Saiten-, Blas- und Schlaginstrumenten an. Im Chor können die Schüler die Gesangstalente entdecken und fördern.
Es wird aber nicht nur musiziert, sondern auch fleißig  getanzt. Der Jazz- und Funkentanz erfreuen sich großer Beliebtheit.
Der neu gestaltete Kunsterziehungsraum bietet den Kindern unter Regie der Fachkollegen hervorragende Bedingungen, sich künstlerisch- ästhetisch zu entwickeln. Die Ausgestaltung des Schulhauses stellt ein gutes Bewährungsfeld für unsere jungen Künstler dar. Regelmäßig beteiligen sich die Klassen erfolgreich an ausgeschriebenen Zeichenwettbewerben und unterstützen bei Bedarf  Vereine und Partnerbetriebe bei der künstlerischen Gestaltung von Projekten.
Alle genannten Aktivitäten verbessern erheblich die Außenwirkung der Grundschule Sonnewalde.

 

 

Englische Sprache

 

Die Verbreitung und Nutzung der englischen Sprache im allgemeinen Leben hat sich mit der zunehmenden Globalisierung und dem verstärkten Zugriff auf das Internet erheblich gesteigert. Die Beherrschung der englischen Sprache stellt somit eine wichtige Grundkenntnis dar. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, richtet die Grundschule Sonnewalde ihr Augenmerk  auf eine intensivere Vermittlung der Sprache Englisch.

 

 

Folgende Zielsetzungen sind angestrebt:

  • Nutzung der Schwerpunktstunden der 1. und 2. Klasse für die Vermittlung grundlegender Kenntnisse in Englisch als Begegnungssprache
  • außerunterrichtliches  Sprachangebot
  • leistungsdifferenzierter Sprachunterricht
  • Anbahnung von englischsprachigen Schülerpartnerschaften per Brief o. Mail
  • Einbeziehung des Internets in den Fachunterricht
  • Teilnahme am regionalen Sprachwettbewerb

 

 

Frühe und intensive Eingliederung der Schulanfänger

 

Wie in den vergangenen Jahren werden die Schulanfänger in 5x3 Unterrichtssequenzen in das Schulleben der Grundschule Sonnewalde integriert. Ihnen wird so die Möglichkeit gegeben, sich mit der Schule vertraut zu machen und sich in die neu zu bildende Lerngruppe einzugliedern. Des Weiteren ermöglicht diese frühe Eingliederung eine detaillierte Diagnostik, die eine frühe Förderung von sowohl leistungsschwachen als auch leistungsstarken Schülern möglich macht. Durch mehrere Begegnungspunkte wird eine optimale Zusammenarbeit mit dem Elternhaus gefördert. Bei der Gestaltung der Unterrichtssequenzen und der Organisation der „Vorschule“ wird intensiv mit den betreffenden Kindertagesstätten zusammengearbeitet.

Verantwortlich für die Schulanfängerbetreuung sind die Kollegen Lieske, Bosdorf, Wolf .

 

 

Sportliche Aktivitäten

 

Schulsportliche Wettbewerbe sind ein fester Bestandteil an unserer Schule. Den Schülerinnen und Schülern wird damit eine weitere Möglichkeit, außerhalb des Schulsports, geboten, Spaß und Freude an sportlicher Betätigung zu erleben und wesentliche Bewegungs- und Spielerfahrungen zu sammeln.

 

An folgenden Schulsportwettbewerben nehmen wir regelmäßig teil:

  • Berlinmarathon
  • Schwimmvergleich der Klassen 4
  • Zweifelderballturnier der  Klassen 3 und 4
  • Athletikwettkampf
  • verschiedene Laufveranstaltungen, wie z.B. Würstchenlauf, Nikolauslauf, ....

 

Weitere sportliche Höhepunkte im Schuljahr sind:

  • im Herbst der Crosslauf
  • im Winter das Tischtennisturnier
  • im Frühjahr das Sportfest und das Fußballturnier

 

Eine gute Zusammenarbeit  mit dem Sportverein „ Blau-Gelb 90 Sonnewalde e.V.“

ermöglichte uns, eine  Fußball-AG und eine Tischtennis-AG den Schülerinnen und

Schülern unserer Schule anzubieten.

 

Wir brauchen uns vor dem Vergleich nicht zu scheuen. An folgenden Leistungsvergleichen

nehmen wir regelmäßig teil:

  • Zentrale Vergleichsarbeiten Deutsch und Mathematik
  • Regionale Englisch- und Mathematikolympiaden der Klassen 5 und 6
  • Mathematik „Känguru-Wettbewerb" Klassen 3-6
  • Vorlesewettbewerb des Börsenvereins deutscher Buchhändler Kl. 6
  • Fahrradfahrwettbewerb „Könner auf zwei Rädern“
  • Verschiedenste regionale Sportwettbewerbe

 

4.1 Individuelle Förderung

4.1.1 Binnendifferenzierung

 

Durch Binnendifferenzierung wird das Leistungsvermögen leistungsstarker und leistungsschwacher Schüler beachtet. Dazu gehören:

 

  • differenzierte Aufgabenstellungen (nach Umfang und Schwierigkeit)
  • Persönliche Zuwendung bei Problemen
  • Arbeit nach Tages- Wochen- oder Themenplänen
  • Gruppenarbeit
  • Differenzierte Hausaufgaben

 

    1.  

4.1.2 Teilleistungsstörungen

 

Kinder mit Teilleistungsstörungen (Legasthenie, Dyskalkulie) erhalten entsprechend der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten die Hilfe in speziellen Förderstunden. Frau Wolf und Frau Lehmann bildeten sich auf diesen Gebieten weiter und unterrichten fachgerecht.

 

Legasthenie ( LRS = Lese- Rechtschreib- Schwäche)

 

ist eine Teilleistungsschwäche und betrifft Schüler, die beim Erlernen des Lesens und der Rechtschreibung große Probleme haben, jedoch gute Leistungen im Fach Mathematik erzielen.

Gemäß VV- LRS vom 8.12.06 und der Grundschulverordnung § 6, § 7, § 10 Abs. 8, werden in unserer Grundschule:

  • im Okt/Nov. und April spezielle Tests ( Diagnostische Bilderleisten, Diktate) von den Deutschlehrern mit allen Schülern der Kl. 1-4, wenn nötig auch in Kl. 5/6 geschrieben,
  • nach vorgegebenen Kriterien von der für LRS verantwortlichen Lehrkraft unserer Schule ( z.Z.: Frau Lehmann) ausgewertet,.

Nach einer Diagnostizierung und der Bestätigung einer leichten, mittleren oder schweren LRS, einem Gespräch mit den Eltern und einer Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten teilt das Schulamt  Förderstunden zu.

LRS- Förderstunden beinhalten vorrangig das Erlernen und Festigen von hilfreichen Arbeitstechniken, sowie Konzentrations- und Merkübungen. Sie sind deshalb nicht an den Stoff des Deutschunterrichts gebunden.

Weitere Maßnahmen, wie z.B. Leistungsfeststellung und Regelung der Leistungsbewertung können gemeinsam mit den Eltern und allen unterrichtenden Lehrern gemäß der VV LRS und der Grundschulverordnung festgelegt werden.

 

Rechenschwäche

Besondere Aufmerksamkeit widmen wir Kindern mit Teilleistungsstörungen, so zum Beispiel der Dyskalkulie, der Rechenschwäche.

Eine Dyskalkulie liegt vor, wenn ein Kind in der Schule vorwiegend Schwierigkeiten im Rechnen hat und in den übrigen Fächern gute Leistungen erbringen kann. Das frühe Erkennen einer Rechenschwäche ist für ein Erfolg versprechendes und effektives Fördern jedoch überaus wichtig. Deshalb erfassen wir unzureichend ausgebildete Lernvoraussetzungen schon vor Schulantritt in der von uns durchgeführten Vorschule. So können schon zeitig Fördermaßnahmen ergriffen werden. Von Beginn an ist ein differenzierter, die Möglichkeiten und Grenzen des einzelnen Kindes beachtender Unterricht selbstverständlich.

Unsere Sonderpädagogin Frau Wolf versucht mit den Kindern, bei denen sie eine Rechenschwäche diagnostizieren konnte, mathematische Defizite aufzuarbeiten, sodass diese Schüler bald wieder dem altersentsprechenden Mathematikunterricht folgen können.

 

 

4.1.3  Gemeinsamer Unterricht

 

Schon seit vielen Jahren lernen unsere Schüler im Gemeinsamen Unterricht (GU). Seit dem Schuljahr 2010/11 steht unserer Schule eine Sonderpädagogin als Vollzeitkraft zur Verfügung und nicht nur, wie die Jahre zuvor, stundenweise. Seit 2015/16 ist eine zweite Sonderpädagogin fester Bestandteil des Kollegiums. In 10 Stunden wöchentlich arbeitet eine pädagogische Unterrichtshilfe bei uns.

Somit kann der Gemeinsame Unterricht, als auch die Förderdiagnostische Lernbeobachtung in den Klassen 1 und 2 besser und intensiver durchgeführt werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Grundschullehrer, Sonderpädagoge und Eltern ist so gegeben.

Wir haben Kinder mit den verschiedensten sonderpädagogischen Förderbedarfen.

Mehrere Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ werden in Sonnewalde in verschiedenen Klassenstufen im GU unterrichtet.

Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Hören“ und ein Schüler mit einer teilweise AVWS erhalten Förderstunden durch die Hörgeschädigtenpädagogin Frau Wolf. Zum Schuljahr 2012/13 haben wir für diese Schüler Schalldämmung in drei Klassenräumen anbringen lassen, was allen Kindern und auch den Lehrkräften zu Gute kommt. Inzwischen sind 4 weitere Räume sowie der Speiseraum schallgedämmt.

3 Schüler haben den Förderschwerpunkt „emotional-soziale Entwicklung“. Einer dieser Schüler hat einen Einzelfallhelfer an seiner Seite, um den schulischen Alltag meistern zu können. Förderunterricht findet meist in kleinen Gruppen statt, wenn nötig auch in der Einzelsituation.

Schüler, die Defizite in der Sprachentwicklung haben, erhalten gezielte Förderung durch Frau Lehmann, welche über eine spezielle Ausbildung auf diesem Gebiet verfügt.

Man kann eine wachsende Akzeptanz zwischen den Kindern mit und ohne Behinderung verspüren, was uns Kollegen immer wieder motiviert und bestärkt, dass wir auf dem richtigen Weg in Richtung Inklusion sind.

 

4.1.4. Betreuung ausländischer Schüler

Seit 2016 lernen auch Kinder aus Asylbewerberfamilien bei uns. Diese werden 2 x pro Woche über 4 Stunden intensiv in der Kleingruppe gefördert. Sie nehmen im Rahmen ihrer Sprachkenntnisse am Regelunterricht teil und bekommen, wenn nötig, gesonderte Aufgaben.

1 Mitarbeiter im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes hilft bei der Betreuung.

 

4.2                 Leistungseinschätzung

4.2.1              Zensierung

 

Nach einer verbalen Einschätzung am Ende der Jahrgangsstufe 1 entscheidet in Klasse 2 die Elternversammlung in Zusammenarbeit mit der Klassenkonferenz über die Form der Bewertung. Meist entscheiden sich die Gremien für die Zensuren ab dem zweiten Halbjahr Klasse 2. Ab dem 3. Schuljahr schätzen die Lehrer zusätzlich Lerneinstellung, Zuverlässigkeit, Selbständigkeit, Teamfähigkeit und Urteilsfähigkeit ein.

Bei der Notengebung halten wir uns an folgenden Wortlaut (Brandenburgisches Schulgesetz §57):

Note 1:    Die Leistungen entsprechen den Anforderungen in besonderem Maße.

Note 2:    Die Leistungen entsprechen voll den Anforderungen

Note 3:    Die Leistungen entsprechen im Allgemeinen den Anforderungen.

Note 4:    Die Leistung weist zwar Mängel auf, aber im Ganzen entspricht sie noch

den Anforderungen.

Note 5:    Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, lässt jedoch erkennen,

dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in

absehbarer Zeit behoben werden können.

Note 6:    Die Leistung entspricht nicht den Anforderungen und selbst die Grundkennt-

nisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben

werden können.

 

Die Bewertung mit Noten in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 erfolgt nach folgendem Schlüssel, wobei bei erhöhten oder geringeren Anforderungen die zuständigen schulischen Gremien Abweichungen beschließen können.

Erreichte Leistung

Note

100 % bis 96 %

1

95 % bis 80 %

2

79 % bis 60 %

3

59 % bis 45%

4

44 % bis 16 %

5

15 % und weniger

6

 

In den Jahrgangsstufen 3 und 4 ist der Schlüssel unter Berücksichtigung des Leistungsstandes der Lerngruppe und der Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler anzupassen. Die Beschlüsse fassen im Allgemeinen die Lehrerkonferenz sowie im Einzelnen die jeweiligen Fachkonferenzen.

Die schulinternen Rahmenpläne für die einzelnen Fächer enthalten fachspezifische Kriterien für die Bewertung. Die Punktetabelle wird den Eltern in den Elternversammlungen erläutert. Die Schüler der Klasse 5 und 6 erhalten die Tabelle zur eigenen Verwendung.

 

 

4.2.2              Gutachten

 

Für die Aufnahme in die weiterführenden allgemein bildenden Schulen sind neben dem Wunsch der Eltern die Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen des Kindes maßgebend.

Die Fähigkeiten, Leistungen und Neigungen sowie eine Einschätzung der allgemeinen Entwicklung des Kindes werden im Grundschulgutachten dokumentiert. Mit dem Grundschulgutachten erhalten die Eltern eine Empfehlung für die weitere Schullaufbahn ihres Kindes, die an einen der drei Bildungsgänge

  • zum Erwerb der erweiterten Berufsbildungsreife
  • zum Erwerb der Fachoberschulreife
  • zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife

gebunden ist.

 

Bereits in der 5. Klasse und der ersten Elternversammlung im sechsten Schuljahr werden die Eltern über die möglichen Bildungsgänge an den weiterführenden Schulen durch den Klassenlehrer oder Schulleiter informiert.

Im Dezember werden für die Gutachtenerstellung von den Fachlehrern entsprechende Zuarbeiten vorbereitet. Auf dieser Grundlage erarbeitet der Klassenlehrer das Grundschulgutachten. Anschließend wird dieses den Eltern in einem persönlichen Gespräch vorgestellt. Danach wird in der Klassenkonferenz über jedes Gutachten beraten und die Bildungsgangempfehlung dokumentiert.

In einer Elternversammlung im Januar werden den Eltern und Schülern die Bildungsgänge der weiterführenden Schulen vorgestellt. Dazu werden Vertreter von einer Oberschule, eines Gymnasiums und des Oberstufenzentrums eingeladen.

Außerdem werden die Eltern mit dem Anmeldeverfahren vertraut gemacht.

Zum Halbjahr erfolgt die Übergabe der Grundschulgutachten an die Kinder und Eltern. Das Anmeldeverfahren für die weiterführende Schulform beginnt.

Ab März/ April erfolgen die Aufnahmegespräche und eventuellen Aufnahmetests.

Im Mai erhalten alle Abgänger der sechsten Klasse die Rückmeldung über ihre Aufnahme an den weiterführenden Schulen.

 

 

5   Bildung und Erziehung im Schulleben

 

5.1  Selbständigkeit

 

Wir erziehen unsere Schüler zur Selbständigkeit, indem wir uns auf den Begriff des selbstbestimmten Lernens beziehen. Deshalb gehören kooperative Helfersysteme zu unserem Konzept, die einerseits das Lernen fördern und andererseits die Selbständigkeit und die Selbstverantwortung stärken. Das jüngere Schulkind zeichnet sich insbesondere durch eine ausgeprägte Neugier und den Drang zum selbständigen Handeln aus. Denn alles, was ein Kind kann, muss es einmal gelernt und ausprobiert haben. Alles, was ein Schüler allein beherrscht, soll er auch selbst tun dürfen, anfangs aber unter Anleitung des beratenden und helfenden Lehrers. Schüler werden selbständig, indem sie lernen,

  • sich Wissen selbst anzueignen,
  • sich Ziele zu setzen,
  • Aufgaben zu übernehmen und zu erfüllen,
  • die eigenen Ergebnisse zu kontrollieren,
  • mit ihrer Arbeitszeit verantwortlich umzugehen, eigene Entscheidungen zu treffen,
  • Informationen einzuholen

 

 

5.2 Teamfähigkeit

 

Unsere Schüler lernen im Klassenverband. Sie werden teamfähig, indem wir sie dazu befähigen,

  • sich gegenüber Mitschülern hilfsbereit zu verhalten und diese zu respektieren und zu achten,
  • Lösungen zu finden,
  • sich sachlich und ehrlich auseinanderzusetzen,
  • Verantwortung in der Gruppe zu übernehmen,
  • sich auf eigene und fremde Anregungen einzulassen,
  • Ideen vorzustellen und darüber in großen und kleinen Gruppen zu sprechen,
  • gegenseitig Fragen zu stellen,
  • Verabredungen zu treffen und einzuhalten,
  • Kritik anzuhören und auszuhalten, sachlich Kritik üben

 

5.3   Zuverlässigkeit

Zuverlässigkeit bedeutet, über einen bestimmten Zeitabschnitt eine gegebene Aufgabe anforderungsgerecht zu erfüllen.

 

Befähigung zum verantwortungsbewussten Handeln

  • Einhalten von Absprachen, Vereinbarungen und Regeln
  • Umsetzen von Schul -und Hausordnung und Klassenregeln
  • Einordnen in die Gemeinschaft
  • Klärung von problematischen Sachverhalten
  • Bereitschaft fördern, bestmögliche Leistungen anzustreben und zu erzielen
  • sich aktiv am Unterricht beteiligen
  • regelmäßig Hausaufgaben erledigen
  • Schüler arbeiten versäumten Unterrichtsstoff nach
  • Möglichkeiten bieten, Kontrollen bzw. Arbeiten nachschreiben zu können

 

Pünktlichkeit

  • vor dem Klingelzeichen auf dem Schulgelände erscheinen
  • mit dem Stundenklingeln bereit sein zum Unterricht
  • Aufträge termingerecht erledigen und abgeben

 

Ordnung

  • Mappe nach dem Stundenplan packen
  • Vollständigkeit der Arbeitsmittel
  • Arbeit mit dem Hausaufgabenheft
  • übersichtliche und saubere Anfertigung von Aufträgen und Arbeiten
  • Verwendung der Ordnungskartei als transparente Berichterstattung gegenüber dem Elternhaus

 

 

5.4   Kommunikationsfähigkeit

 

Kommunikationsfähigkeit bedeutet auch Meinungen anderer zu respektieren und sich mit diesen unvoreingenommen auseinanderzusetzen. Wir befähigen unsere Schüler, Gespräche zu führen und vermitteln ihnen die dafür notwendigen Grundlagen:

  • Sachverhalte und Situationen wahrnehmen
  • zum Gespräch bereit und fähig sein
  • die eigene Meinung sachlich vertreten
  • Gesprächsregeln kennen lernen und einhalten
  • Kompromissbereitschaft anstreben

 

Das soziale Miteinander und die zwischenmenschlichen Kontakte entwickeln sich besonders gut in einer kommunikativen Atmosphäre.

Die Streitschlichtung und der ehrliche Kompromiss sind für uns geeignete Mittel und gleichzeitig Ziel der Gesprächsführung, um an unserer Schule Geborgenheit und Selbstbewusstsein entwickeln und stärken zu können.

Wir streben Grundregeln der Höflichkeit an und beachten in der täglichen Kommunikation die damit einhergehenden Grundvoraussetzungen im Zusammenleben, wie z.B. die Begrüßung, der Dank, die Bitte. In der Zeit von Eile, neuen Medien und der allgemeinen Reizüberflutung steht an unserer Grundschule die Ruhe zum Lernen und Kommunizieren im Mittelpunkt unserer Anstrengungen.

Der Wechsel von Anstrengung und Entspannung wird z.B. durch die Berücksichtigung des Schulalters und der damit verbundenen Besonderheiten umgesetzt.

 

5.5   Schulgemeinschaft

Um ein angenehmes Schulklima, das von einer vertrauensvollen und gegenseitigen Achtung und Toleranz geprägt ist, zu gewährleisten, besteht an unserer Schule eine intensive Zusammenarbeit. Um diese zu erreichen sind Vertrauen, Konsequenz, die Vermittlung von Werten und Anerkennung als Grundlage und Maßstab zugleich erforderlich. Wir wollen unsere Schüler zum erfolgreichen Miteinander befähigen und stärken.

 

Vertrauen

Wir vertrauen unseren Schülern und geben jederzeit die Möglichkeit zu Gesprächen, um ein Gefühl der Geborgenheit, des sich Wohlfühlens und freudvollen Lernens zu schaffen.

 

Konsequenz

Werden Schüler mit Konsequenz und Liebe behandelt und erfahren sie konsequentes Handeln, aber auch Geborgenheit, wird in den meisten Fällen das Gespräch ausreichend sein. Gegenseitige Achtung und Anerkennung sind die Grundlagen für gerechtes Handeln. Bleiben Gespräche erfolglos, treten die Erziehungs- bzw. Ordnungsmaßnahmen in Kraft.

 

Werte

Wir vermitteln Werte und leben sie vor. Das umfasst Hilfsbereitschaft und Ehrlichkeit, Rücksichtnahme und Geduld.

 

Anerkennung

Fortschritte im Miteinander werden lobend anerkannt und gewürdigt.

 

5.6   Pflege von Tradition

 

Im Laufe der Schuljahre sind viele schöne Traditionen an unserer Schule gewachsen, auf die keiner mehr verzichten möchte.

 

Jedes Schuljahr beginnt mit der

  • Einschulungsfeier der 1. Klasse, bei der die Schüler der Klasse 2 das Programm gestalten.
  • Ab Klasse 1 erlernen die Schüler bei uns die englische Sprache.
  • In der Busschule üben die Jüngsten das richtige Verhalten im und am Bus.
  • Schwimmunterricht findet in der 3. und 4. Klasse statt.
  • Bei der Fahrradausbildung in Klasse 4 können die Kinder ihr theoretisches Wissen bei praktischen Fahrübungen unter Beweis stellen.
  • Die Lesenacht ist die Gelegenheit für Lesefreunde interessante und spannende Stunden in der Schule zu verbringen.
  • Das Erlernen eines Blasinstrumentes wird den Schülern der Klassen 4 und 5 im Rahmen des Projektes „Klasse: Musik für Brandenburg“ ermöglicht.
  • Höhepunkt jeden Herbstes ist der Besuch des Puppentheaterfestivals für unsere Schüler.
  • Beim Stöbertag der Klassen 5/6 nehmen die Schüler Einblick in die Arbeitswelt der Erwachsenen.
  •  Der Tag des „Offenen Unterrichts“ bieten Eltern und Schulanfängern die Möglichkeit unsere Schule und unser Schulleben kennenzulernen.

 

Auch vielfältige Wettbewerbe prägen das Leben an unserer Schule. Dazu gehören:

  • der Lesewettbewerb/ Vorlesewettbewerb
  • die Mathematikolympiade
  • die Teilnahme am Wettbewerb“ Känguru der Mathematik“
  • die Englischolympiade
  • verschiedene Mal- und Zeichenwettbewerbe
  • Talentewettbewerb

 

Sportlich und kulturell sind wir natürlich auch aktiv:

  • so z.B. beim Herbstcrosslauf
  • bei regionalen sportlichen Ausscheiden
  • beim Frühjahrslauf um die Hainwiese
  • beim Sportfest/ Schwimmfest

 

  • durch unsere Gestaltung des alljährlichen Weihnachtskonzertes am 1. Advent

 

  • durch unsere Darbietungen zum Sonnewalder Pfingstfest

 

Natürlich feiern wir auch gern. Nicht zu vergessen sind deshalb:

  • Weihnachtsfeiern der einzelnen Klassen
  • Schulfasching
  • Kindertag

 

Jedes Schuljahr klingt mit der feierlichen Verabschiedung der 6.Klassen aus.

 

 

6. Zusammenarbeit und Mitwirkung

 

6.1  Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule erfordert einen offenen und rechtzeitigen Informations- und Meinungsaustausch über:

  • alltägliche, aktuelle Fragen und Dinge, die Sie und uns bewegen,
  • die Lernentwicklung Ihrer Kinder, (Entwicklungen aber auch im geistig-seelischen Bereich),
  • die Möglichkeiten und Grenzen der Unterrichts- und Erziehungsarbeit (z.B. Notengebung, Erziehungsmaßnahmen etc.),
  • die Planung von Aktivitäten (Klassenfahrten, Wandertage, Projekte, Feste usw.)
  • aktuelle Neuerungen innerhalb der Schulorganisation (z.B. Pausenregelungen u. ä.) Änderung der Schulgesetze und damit verbunden der Ausbildungssituation der Kinder.

 

Dazu stehen folgende Informations-, Beratungs- und Ansprechmöglichkeiten zur Verfügung:

Elternversammlung: Die Elternversammlung dient dem Informations- und Meinungsaustausch über schulische Angelegenheiten. Die Eltern jeder Klasse wählen aus ihrer Mitte zwei Elternsprecher. Diese laden in Abstimmung mit dem Klassenleiter mindestens einmal pro Schulhalbjahr zum Elternabend ein.

Elternkonferenz: Die Elternsprecher jeder Klasse bilden zusammen die Elternkonferenz der Schule, die die schulischen Interessen aller Eltern unserer Schule vertritt. Sie entsendet auch Vertreter in die Fach- und Lehrerkonferenz.

Elternsprechtage: Einmal pro Schulhalbjahr laden die Klassenleiter zu sog. Elternsprechtagen ein. Dort haben Eltern die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit den Klassenleitern bzw. den Fachlehrern. Die Klassenleiter vergeben vorher in Abstimmung

mit den Eltern Termine, damit unnötige Wartezeiten vermieden werden können.

Gespräche und Beratungen mit Klassenlehrern bzw. Fachlehrern: Das persönliche Gespräch mit Klassenleitern und Fachlehrern ist selbstverständlich über diese festgelegten Termine hinaus möglich. Über das Mitteilungsheft der Schüler können in Abstimmung mit den Lehrern jederzeit Termine zum individuellen und aktuellen Austausch vereinbart werden.

In Klasse 6 finden Informationsveranstaltungen und individuelle Beratungen zur Wahl des Bildungsganges und zu weiterführenden Schulen statt.

Elterngespräche in den Klassenstufen 1 und 2: In den Klassenstufen 1 und 2 erfolgt zum Schulhalbjahr an Stelle eines Zeugnisses ein individuelles Gespräch zwischen den Klassenleitern und Eltern insbesondere über die Lernentwicklung des Kindes.

Auf unserer Homepage kann man sich ständig über Höhepunkte des Schullebens informieren.

Die Schulkonferenz vereinigt jeweils 3 Vertreter der Lehrer, Eltern und Schüler (Letztere nur beratend). Sie verabschiedet das Schulprogramm, entscheidet bei Fragen, die schulintern geregelt werden können (z.B. disponible Ferientage). Sie wird bei Entscheidungen des Schulamts angehört (z.B. Besetzung der Schulleiterstelle).

 

 

6.1.1 Förderverein der Grundschule Sonnewalde

 

Am 23. Februar 2015 wurde unser Förderverein gegründet. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Grundschule in vielen schulischen und außerschulischen Aktivitäten zu unterstützen.

Regelmäßig wird im Amtsblatt der Stadt Sonnewalde über Aktivitäten berichtet. Außerdem kann man sich auf unserer Homepage (www.grundschule–sonnewalde.de) oder auf facebook (www.facebook.com/FVGSSonnewalde) informieren.

Hier ein paar Beispiele für die tolle Unterstützung:

  • In jedem Jahr bekommen unsere Schulanfänger einen Portfolio-Ordner geschenkt
  • Die Bläserklassen erhalten für ihre Noten und Notenständer eine Tasche
  • Unser Leseprojekt „Hilfe die Olchis kommen“ konnten alle Schüler ohne Kostenbeitrag genießen.

 

 

6.2  Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten

 

Die Kooperation zwischen Schule und Kindertagesstätten ist lt. Grundschulverordnung weiter auszubauen und fortzuführen. Gegenseitige Informationen zwischen Schulen und Kita`s über Ziele, Aufgaben, Arbeitsweisen und Organisationsformen der jeweiligen Bereiche, wechselseitige Hospitationen sowie Teilnahme von Erzieherinnen und Lehrkräften an gemeinsamen Besprechungen, bei denen die Erziehungsziele, Rahmenlehrpläne, pädagogische Konzepte, Lern- und Sozialformen erörtert werden, fördern die Zusammenarbeit. Die Schule beauftragt hierzu einen koordinierenden Lehrer. Die koordinierende Lehrkraft wirkt auf den Abschluss von Kooperationsvereinbarungen hin, die einen Zeit- und Maßnahmenplan einschließen.

Besuche von Kindern aus den Kita`s in der Schule sind geeignet, sich mit der Schule vertraut zu machen. Die Durchführung der Vorschule ab dem 2. Schulhalbjahr ermöglicht den Kindern und den Lehrern ein erstes Kennenlernen. Für Kinder, die bereits in der Kita gravierende Entwicklungsverzögerungen aufweisen, kann eine gezielte Förderung verabredet werden (Frühförderung).

Vor der Schulanmeldung der Kinder besteht die Pflicht einer Sprachstandfeststellung. Diese führen die Kita`s durch und teilen bis 31.10. des laufenden Schuljahres mit, welche Kinder an der Sprachfeststellung teilgenommen haben und deren Ergebnisse. Kinder mit festgestelltem Sprachentwicklungsbedarf sind verpflichtet an einem Sprachförderkurs teilzunehmen (Dauer mindestens 12 Wochen). Die Organisation erfolgt durch die Kita`s und ist der zuständigen Schule mitzuteilen.

Kinder, die keine Kita besuchen und sich im letzten Jahr vor der Aufnahme in die Grundschule befinden, sind ebenfalls in die genannten Maßnahmen einzubeziehen. Die Durchführung gemeinsamer Elternversammlungen vor dem Schulbeginn unterstützt die Zusammenarbeit.

 

 

6.3 Zusammenarbeit mit dem Schulträger

Gegenseitige Information und Abstimmung zwischen Schule und Stadt (Verwaltung und Stadtverordnetenversammlung) sind selbstverständlich.

Bei schulrelevanten Tagesordnungspunkten werden Schulleitung und Schulelternsprecher zu den Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung eingeladen. Über die Schulprogrammarbeit wird die Stadtverordnetenversammlung regelmäßig durch den Schulträger informiert.

  1.  

6.4 Schulpartnerschaft

Die Stadt Sonnewalde verfügt über eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Arte sur Meurthe. Ergänzend dazu praktiziert die Grundschule Sonnewalde eine Schulpartnerschaft mit der Grundschule von Arte sur Meurthe. Der Schulleiter der Grundschule Sonnewalde besuchte die Partnerschule. Im Schuljahr 2009/2010 erfolgte eine Schülerreise nach Frankreich.  Der Besuch der Sonnewalder Schüler war erfolgreich. Ein Empfang von französischen Schülern erfolgte im Jahr 2013. 2015 fuhr eine Delegation aus Sonnewalde in unsere Partnerstadt und trat mit den Bläserklassen erfolgreich bei einem Musikfest auf.

 

6.5    Zusammenarbeit mit weiteren Bildungsträgern und  

          Organisationen

 

Schüler auf das „Leben" vorzubereiten heißt für uns, Ihre Kinder/unsere Schüler auch regelmäßig mit lokalen Einrichtungen und Organisationen in Kontakt zu bringen und diese Kontakte auch zu pflegen.

Zu nennen sind hier u.a. die Zusammenarbeit mit:

  • der Agrargenossenschaft Sonnewalde
  • der Musikschule „Gebrüder Graun“
  • der Freiwilligen Feuerwehr (Thema Sachunterricht Klasse 3)
  • der Polizei (Präventionsteam für Gewalt, Schulwegsicherung)
  • den ortsansässigen Kindertagesstätten (Einschulung, Schulveranstaltungen, Vorschule)
  • dem ADAC (Projekt „Achtung Straße!“)
  • der Agrargenossenschaft Sonnewalde (Arbeitsgemeinschaft, Exkursionen)
  • verschiedensten ortsansässigen Gewerbetreibenden („Stöbertag“)
  • dem ortsansässigen Sportverein „Blau Gelb 90“ (Schulfeste, Sportveranstaltungen)
  • dem „Amtsblatt der Stadt Sonnewalde“ (Vorinformation und Berichterstattung zu Schulereignissen)
  • der Fahrbibliothek (Besuch vom Klassen, Führungen, lit. Veranstaltungen)
  • der Sparkasse Elbe - Elster (Hilfe bei Schulfesten)
  • dem Heimatverein und der Heimatstube

 

 

7  Öffentlichkeitsarbeit

 

Größere Vorhaben wie Schulfeste u.ä. werden im Internet, im „Amtsblatt", in der „Lausitzer Rundschau“ und in den Aushängen (besonders in den Kitas) angekündigt. Wir berichten regelmäßig nach dem Ereignis über seinen Verlauf. In den Elternversammlungen und in der Elternkonferenz werden alle wichtigen Vorhaben bekannt gegeben. Aktuelle Informationen und Hintergrundmaterial stehen auf unserer Internetseite bereit. Für die Eltern zukünftiger Schüler wird jährlich ein Tag der offenen Tür angeboten.

 

 

8   Evaluation

 

Die Ergebnisse der Arbeitsvorhaben und der angestrebten pädagogischen Ziele unserer Schule werden nach Ablauf von zwei Jahren der Schulkonferenz vorgetragen und gegebenenfalls fortgeschrieben. Die Schulkonferenz beschließt dann weitere Schritte, die sich auf Zusammenstellung eventueller Arbeitsgruppen und Zeitabläufe beziehen.

 

 9   Perspektiven

 

Entwicklung der Klassenaufteilungen und Zügigkeiten

 

Schuljahr

1. Klassen

2. Klassen

3. Klassen

4. Klassen

5. Klassen

6. Klassen

gesamt

2016/17

2

2

1

1

2

2

10

2017/18

1/2

2

2

1

1

2

9/10

2018/19

1

1

2

2

1

1

8

2019/20

1

1

1

2

2

1

8

 

 

Überarbeitet Schuljahr 2016/17